Walzwerke Einsal Zukunft aus Erfahrung

Geschichte

Im Jahr 1675 wurde erstmals der Helbecker Hammer auf dem Gelände der heutigen Walzwerke Einsal urkundlich erwähnt. Auf die Anfänge der Verarbeitung des heimischen Osemundeisens geht die Geschichte der Walzwerke Einsal zurück. Zunächst im Besitz der Familie Holtzbrinck wurde das Hammerwerk an wechselnde Betreiber verpachtet.

1856 wurde aus dem Betrieb das Einsaler Eisenwerk, später Einsaler Walzwerk und die heutigen Walzwerke Einsal. Lange Zeit beschränkten sich die Einsaler auf die Herstellung einfacher Drahterzeugnisse, die zu Nägeln, Schrauben oder anderen Drahterzeugnissen weiterverarbeitet wurden.

Erst im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde der Betrieb entscheidend modernisiert und auf die Verarbeitung von Edelstahl umgestellt. Mit diesem Schritt und der Erweiterung der Walzkapazitäten konnte die Produktionsleistung vervielfacht werden. Die Belegschaft wuchs zeitweise auf 450 Mitarbeiter an.

Im Jahr 1963 wurde das Unternehmen von der Familie Thomashoff übernommen, die auch heute noch Alleininhaberin des Unternehmens ist. In den folgenden Jahrzehnten bis heute wurde konsequent in die Modernisierung und Erweiterung der Kapazitäten investiert.


Walzwerke Einsal heute

Das Herz des Warmwalzwerks stellt der 1992 installierte und 2014 modernisierte automatische Walzblock dar. Diese nach neuesten Industriestandards prozessgesteuerte Anlage ermöglicht die Verarbeitung einer großen Palette von Edelstahl-Güten in unterschiedlichsten Flach- und Vierkantabmessungen. Die Erzeugnisse des Warmwalzwerks werden entweder direkt vermarktet oder kundenspezifisch in den Adjustage- oder Blankstahlbetrieben weiterverarbeitet.

Aufgrund der flexiblen Walzkapazitäten und der schnellen Umrüstzeiten kann Walzwerke Einsal auch kleine Losgrößen entsprechend individueller Kundenvorgaben fertigen. Anspruchsvolle Anforderungen an die Maßgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Gefügestruktur können so eingehalten werden.

Das Kaltwalzwerk wurde in den letzten Jahren auf die Fertigung anspruchsvoller Drahtprofile umgestellt. In diesem Betriebsbereich sind die Anforderungen an Toleranzen und Oberflächen noch wesentlich stärker gestiegen. Voraussetzung dafür ist die exakte Steuerung und Kontrolle aller Prozessstufen im Fertigungsablauf.

Bei der Erweiterung der Stabzieherei durch eine neue Ziehlinie wurden neue Maßstäbe in Bezug auf Ressourceneffizienz und Leistungsfähigkeit gesetzt.

Ein neu erschlossenes Gewerbegebiet in direkter Nachbarschaft des bestehenden Geländes steht für Erweiterungsinvestitionen zur Verfügung. Mit dem Neubau der Glüherei wurde 2009 der erste Schritt bereits vollzogen.

Möglich ist diese Leistung nur mit dem täglichen Einsatz von 300 qualifizierten und motivierten Mitarbeitern. Nur durch das Zusammenspiel aller kaufmännischen und technischen Fachleute gemäß den Richtlinien des Managementsystems nach EN 9100 können exzellente Ergebnisse z.B. für die Luft- und Raumfahrtbranche erzielt werden.

 

 


Zukunftsstrategie

Der internationale Wettbewerb motiviert Einsal wiederholt zu neuen Entwicklungsschritten. Um immer differenziertere und anspruchsvollere Kundenwünsche befriedigen zu können, muss in Zeiten guter oder schwacher Stahlkonjunktur kontinuierlich in die Verbesserung der Leistungsfähigkeit investiert werden.  

Walzwerke Einsal beabsichtigt auch in der Zukunft, die bestehenden Technologien weiterzuentwickeln, um seine Spitzenposition am Standort Deutschland zu verteidigen. Dazu gehören neben der Verbesserung der Produktionsanlagen auch Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und systematischer Aufbau von relevantem Wissen.

Spitzenbranchen stellen laufend neue Anforderungen an neue und bekannte Werkstoffe. Dabei werden klassische Grenzen überschritten und mit der gezielten Modifikation von Verfahrensschritten neue Einsatzfelder erschlossen. Um die geforderten Qualitätsstandards einhalten zu können, müssen neben einer verbesserten Prozesssteuerung auch neue Anforderungen an Prüftechnik, Dokumentation und Zertifizierung berücksichtigt werden.